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Samstag, 14 Mai 2016 08:25

Darf eine Mietwohnung als Airbnb-Hostel genutzt werden?

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In Zürich hat ein Untermieter eine kleine Wohnung in ein Airbnb-Hostel umgewandelt. Hauptmieter, Vermieter und Verwaltung wurden im Dunkeln gehalten. Nur die Nachbarn bemerkten das Treiben im Haus und alarmierten die Verwaltung.

Eine Nachbarin wunderte sich schon lange über das rege Treiben in ihrem Mehrfamilienhaus. Ständig kamen neue Leute ins Haus. Darunter waren Personengruppen aus allen Kontinenten. Europäer, Australier, Amerikaner und Asiaten besuchten regelmässig die kleine Wohnung. Oftmals trafen sie erst nach Mitternacht ein. Mit lautem Poltern schleppten sie ihre schweren Gepäckstücke die Treppe im Hausflur hoch.

Der Hauptmieter war ahnungslos

Organisiert wurde alles von einem Untermieter. Dieser stellte die kleine Wohnung des Mehrfamilienhauses bei Airbnb ein, um zahlende Touristen in die Wohnung zu locken. Dazu stellte er mehrere Betten in die Wohnung. Bis zu 5 Betten in einem Raum. Der Hauptmieter wusste davon nichts. Er befand sich im Ausland. Der Untermieter sollte nur auf die Wohnung acht geben und sicherstellen, dass alles in Ordnung sei.

Die Hausverwaltung und der eigentliche Vermieter wurden darüber nicht in Kenntnis gesetzt. Erst dank eines Blicks der Verwaltung auf die Unterkunfstplattform Airbnb ist das Treiben aufgeflogen. Ein Einverständnis des Vermieters wäre unbedingt erforderlich gewesen. Eine Untermiete ist zwar grundsätzlich erlaubt, aber nur solange sie nicht missbräuchlich ist. Das bedeutet im Detail: Profit mit der Wohnung zu erwirtschaften ist verboten. Das Ziel des Untermieters war aber genau das. Profite machen. Die Nachbarn haben ihn bei der Hausverwaltung verpfiffen.

Verwaltungen wollen den Hausfrieden wahren

Verwaltungen werden ab und zu von Mietern gefragt, ob Airbnb in der jeweiligen Wohnung zulässig sei. In der Regel werden solche Anfragen jedoch verneint. Die meisten Verwaltungen wünschen keinen stetigen Touristendurchlauf in ihren Wohnobjekten. Es geht ihnen dabei nicht nur um die Profite, sondern auch um die übrigen Bewohner. Touristen machen Lärm, kommen erst sehr spät zurück und sind andere Gepflogenheiten gewohnt. Das alles stört den Wohnfrieden in den Wohnobjekten. Um diesen aufrecht zu erhalten, lehnen die Verwaltungen dementsprechende Anfragen ab.

In solch einem Fall mit regen Unter-Untermietern stellt auch die hohe Abnutzung des Mietobjektes eine hohe Gefahr dar. Denn wird der Hauptmieter für Schäden haftbar gemacht, muss dieser selber dafür aufkommen und allenfalls seine Mietkaution dafür einbüssen.

Airbnb stellt grundsätzlich neue Herausfoderungen im Wohnungsmarkt

Mit ihrem Online Vermieterungsdienst macht es Airbnd möglich seine Unterkunft zu vermieten. Wenn aber ein Mieter beispielweise seine Wohnung für zwei Wochen weitervermietet, um nebenbei während der Ferienabwesenheit etwas Geld zu verdienen, verstosst er gegen den Mietvertrag mit dem Vermieter resp. Liegenschaftverwaltung. Denn eine Untermiete muss immer dem Vermieter bekanntgegeben werden und muss nach Missbrauch geprüft werden.

Grundsätzlich ist eine Untermiete immer möglich. Dafür kann ein einfach Untermietvertrag abgeschlossen werden, welcher alle Parteien (Vermieter - Sie eingeschlossen) absichert. Es kann auch eine Mietkaution vom neuen Untermieter verlangt werden, um sich zusätzlich abzusichern. Die Höhe der Mietkaution darf dann in diesem Fall auch nicht höher als drei Monatsmieten betragen. Der Einsatz einer Mietkautionsversicherung macht bei Untermieterverträgen am meisten Sinn, denn es antfällt nur eine geringen Prämie und erspart dem Hauptmieter grossen administrativen Aufwand.

Gelesen 3552 mal Letzte Änderung am Montag, 13 Juni 2016 07:44
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